Liebe Musikfreunde,

"Bleib nah an jedem Klang, der dich froh macht, dass du am Leben bist!"
Diesen Satz des persischen Mystikers Hafiz möchte ich an den Anfang des neuen Konzertjahres der Iffeldorfer Meister­konzerte stellen. Große Namen wie Ton Koopman, das Jerusalem Quartet oder Christian Tetzlaff stehen auf dem ­Programm, vor allem aber möchten wir Ihnen die Freude an der Musik und den zauberhaften Ausblicken an den Osterseen schenken: außergewöhnliche Musiker an einem außergewöhnlichen Ort!
Wie schön, dass wir „alte Bekannte“ – wie beispielsweise Felix Klieser, Klaus Mertens oder Thomas Stimmel -  zum ­Wiederkommen gewinnen konnten, in neuen Besetzungen und mit neuen Freunden.
Musik ist aber immer auch verbunden mit Tiefe, Ringen um Erkenntnis, Transzendenz oder der Suche nach Wahrheit. Musik ist so vielfältig wie die Menschen, die sie komponiert, interpretiert oder im Lauf der Jahre oder Jahrhunderte als Publikum genossen haben. EINES ist ihr immer gemeinsam: sie möchte berühren.
Ob man mit Musik die Welt verändern kann? Ich bin mir sicher, dass das möglich ist! Ich stelle die Musik gegen den Wahnsinn, der gerade global passiert (im Großen wie im Kleinen). Wer berührt ist, schlägt nicht zu. Wer ein weiches Herz hat, denkt anders. Wer singt, hat keine Angst im dunklen Keller. Musik ist global gültig und international. Das spanische Ensemble „La danserye“ zeigt, wie sehr die Welt schon in der Renaissance klanglich vernetzt war und bringt uns diese Zeit heute wieder nah.
Und so versuchen wir, nah am Klang zu bleiben, am Klang, der uns unserer Lebendigkeit bewusst macht und uns Freude schenkt.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Freude an den herausragenden Musikern, die 2019 unseren schönen Konzertsaal mit Klang füllen!

Ihre
Andrea Fessmann